Unter Tage wird gebaut: Dungeon Settlers im Test
Ein ungewöhnlicher Genre-Mix aus Dungeon Keeper und klassischem Städtebau verlangt PC-Spielern strategische Weitsicht ab.
Dungeon Settlers im Test
Der Einstieg in Dungeon Settlers wirft den Spieler ohne große Einführung in kalte Stollen.
Aufgabe ist es, eine funktionierende Zivilisation aus dem nackten Fels zu hauen.
- Felsabbau liefert Stein und wertvolle Erze.
- Wohnräume halten die Laune der Arbeiter oben.
- Nahrungsversorgung erfolgt über Pilzfarmen.
Die Wirtschaft basiert auf Logistik.
Goblin-Arbeiter tragen Steine von A nach B, während Spieler die Wege ausleuchten müssen.
Dunkelheit hemmt die Produktivität und lockt streunende Monster an.
Wirtschaft trifft Verteidigung
Wer nur baut, verliert schnell gegen angreifende Orkhorden aus den tiefen Schächten.
Türme, Fallen und Truppen müssen taktisch klug platziert werden.
- Fallensysteme stoppen den ersten Ansturm effektiv.
- Kaserne bildet unterschiedliche Kriegertypen aus.
- Mauerbau blockiert ungeliebte Zugänge.
Der Spagat zwischen reiner Produktion und militärischer Vorsorge gelingt selten fehlerfrei.
Gerade in späten Phasen bricht die Versorgung zusammen, wenn ein einziger Tunnelabschnitt fällt.
Fazit aus der Tiefe
Das Spiel hält, was die Beschreibung verspricht.
Es verbindet zwei bekannte Genres zu einer frischen Mischung für PC-Strategen.
Wer über repetitive Aufgaben hinwegsieht, findet hier wochenlange Beschäftigung unter Tage.
+ PRO
- +Das Tunnelsystem verlangt präzise Planung bei der Ressourcenverteilung
- +Goblin-Arbeiter besitzen individuelle Bedürfnisse statt anonymer Werte
- +Der Technologiebaum verzweigt sich in Wirtschaft oder reine Militärmacht
- +Wirtschaftskreisläufe greifen durch unterirdische Logistikketten ineinander
- +Pixel-Art-Grafik transportiert den klassischen Charme vergangener Aufbau-Ära
- CONTRA
- -Das Missionsdesign wiederholt sich nach den ersten zehn Spielstunden spürbar
- -Die Lernkurve überfordert ohne Genre-Vorkenntnisse durch mangelnde Erklärungen
- -Steuerung mit der Maus erfordert in hektischen Momenten zu viele Klicks
- -UI-Elemente überlappen sich in höheren Auflösungen gelegentlich
FAZIT
Ein gelungener Strategie-Mix, der trotz repetitiver Abläufe lang anhaltenden Aufbau-Spaß im Untergrund bietet.
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