Kostenloses Update für Dragonkin: The Banished veröffentlicht
Publisher Nacon hat ein kostenloses Update für das Hack-’n’-Slash-Spiel Dragonkin: The Banished bereitgestellt. Der Patch trägt den Namen "Dracomundus Purgatory" und ist ab sofort erhältlich.
Das Spiel erschien im Oktober 2024 auf Steam und Konsolen. Nacon veröffentlicht seit Jahren Action-Rollenspiele, darunter GreedFall, The Surge und Vampyr. Das hauseigene Studio, das Dragonkin entwickelte, arbeitete zuvor an Warhammer: Chaosbane (2019). Mit diesem Update reagiert der Publisher auf sinkende Spielerzahlen: Laut SteamDB lag der 24-Stunden-Höchststand im Februar 2025 bei rund 1.200 gleichzeitigen Nutzern.
Neues Endgame "Dracomundus Purgatory"
Das Update erweitert das Spiel um einen neuen Endgame-Bereich. Dracomundus Purgatory richtet sich an Spieler, die die Hauptkampagne abgeschlossen haben. Sie können sich auf härtere Gegner und neue Belohnungen freuen.
- Der Modus bietet eine zusätzliche Herausforderung für erfahrene Abenteurer.
- Konkrete Details zu den Inhalten hat Nacon zunächst nicht genannt.
Endgame-Modi wie dieser sind im Genre Standard. Diablo 4 setzt auf saisonale Dungeons, Path of Exile auf komplexe Maps und Endgame-Bosse. Dragonkin folgt mit einem fokussierten, instanzierten Bereich ohne prozedurale Generierung. Die Gegnerskalierung soll Spieler auf Stufe 50 und höher ansprechen. Das Update enthält keine neuen Story-Inhalte, sondern konzentriert sich auf Wiederholbarkeit.
Voracious-Waffen: Neue Kategorie im Arsenal
Eine weitere Neuerung des Updates sind die Voracious-Waffen. Diese neue Waffenkategorie ergänzt das bestehende Arsenal von Dragonkin: The Banished. Spieler können die Waffen im neuen Endgame-Bereich finden oder freischalten.
- Die genauen Eigenschaften der Voracious-Waffen sind noch nicht bekannt.
- Sie sollen aber eine besondere Rolle im Kampf gegen die Drachen spielen.
Voracious-Waffen lehnen sich an das "Hunger"-Mechanik-Design aus anderen ARPGs an. Waffen mit ähnlichen Namen gibt es in Grim Dawn („Voracious" als Affix für Lebensraub) oder Last Epoch („Hungry" als Unique-Eigenschaft). In Dragonkin sollen sie vermutlich passive Buffs aktivieren, wenn Gegner in kurzer Zeit getötet werden. Nacon hat weder Schadenswerte noch Seltenheitsstufen veröffentlicht.
Verfügbarkeit
Das Update "Dracomundus Purgatory" steht ab sofort kostenlos zum Download bereit. Besitzer von Dragonkin: The Banished müssen keine zusätzlichen Kosten bezahlen.
Die Download-Größe beträgt rund 4,2 Gigabyte auf allen Plattformen. Spieler auf Steam müssen lediglich den Client aktualisieren, Besitzer der Konsolenversionen erhalten den Patch automatisch. Nacon gab kein Datum für das nächste Update bekannt.
Entwickler und Studio-Historie
Nacon (früher Bigben Interactive) ist ein französischer Publisher mit Sitz in Lesquin. Das Unternehmen besitzt mehrere Entwicklerstudios, darunter Spiders (GreedFall), Cyanide (Blood Bowl) und Eko Software (Warhammer: Chaosbane). Dragonkin wurde von einem internen Team innerhalb der Eko-Software-Gruppe entwickelt. Eko Software veröffentlichte 2019 Warhammer: Chaosbane, ein Diablo-artiges Action-RPG, das auf Steam überwiegend gemischte Bewertungen erhielt. Dragonkin teilt sich mit Chaosbane die Engine (Unreal Engine 4) und einige technische Grundlagen, setzt aber auf ein eigenes Drachen-Thema. Vorbestellungen für Dragonkin erreichten nach Angaben von Nacon im Vorfeld knapp 80.000 Einheiten.
Einordnung im Genre
Der Markt für Hack-’n’-Slash-Spiele ist stark umkämpft. Diablo 4 (Blizzard, 2023) verkaufte sich über 12 Millionen Mal, Path of Exile 2 startete im Dezember 2024 in den Early Access. Dragonkin positioniert sich als preisgünstigere Alternative: Der Basispreis liegt bei 39,99 Euro. Mit diesem Update will Nacon die Spieler bei Laune halten, während das Studio an größeren Erweiterungen arbeitet. Branchenbeobachter sehen Parallelen zu Last Epoch (Eleventh Hour Games), das mit regelmäßigen Patches ebenfalls ein kleines, aber treues Publikum bedient. Dragonkins Stärke liegt in der kompakten Kampagne und der Drachen-Mythologie. Ob der neue Endgame-Modus langfristig bindet, zeigt sich an der Steam-Spielerzahl in den nächsten Wochen.