## Vorwürfe gegen den Star aus Requiem for a Dream
Eine neue Dokumentation stellt schwere Anschuldigungen gegen Jared Leto in den Raum. Der Oscarpreisträger, bekannt aus Filmen wie Requiem for a Dream und als Joker im DC-Universum, soll sich mehreren Frauen gegenüber sexuell fehlverhalten haben. Laut einem Bericht von Kotaku erstrecken sich die Vorwürfe über mehrere Jahrzehnte.
## Details aus der Dokumentation
Die Doku lässt die betroffenen Frauen selbst zu Wort kommen. Sie schildern Vorfälle, die bis in die 1990er-Jahre zurückgehen sollen.
- Die Anschuldigungen betreffen Machtmissbrauch und übergriffiges Verhalten.
- Mehrere unabhängige Quellen erheben ähnliche Vorwürfe.
- Eine offizielle Stellungnahme von Leto oder seinem Management liegt bislang nicht vor.
## Warum das auch für Gamer relevant ist
Jared Leto ist kein Unbekannter in der Gaming-Szene. Seine Rolle als Joker in den DC-Filmen machte ihn zur Vorlage für Figuren in Spielen wie Suicide Squad: Kill the Justice League. Auch als Morbius trat er auf, ein Marvel-Charakter, der in zahlreichen Videospielen vorkommt.
- Viele Fans verfolgen seine Karriere deshalb auch außerhalb des Kinos.
- Die Vorwürfe könnten die Wahrnehmung dieser Spiele beeinflussen.
- Die Industrie hat in den letzten Jahren wiederholt gezeigt, dass sie toxisches Verhalten nicht ignoriert.
Bestehende Spiele wie Suicide Squad: Kill the Justice League bleiben von den Vorwürfen zwar unberührt, aber die Diskussion um Letos Beteiligung an künftigen Projekten wird lauter.
## Rocksteady Studios und die Spiele mit Leto-Figuren
Der Entwickler von Suicide Squad: Kill the Justice League, Rocksteady Studios, wurde 2004 in London gegründet. Ihr erster Blockbuster war Batman: Arkham Asylum (2009), 4,3 Millionen verkaufte Einheiten bis 2010 laut NPD Group. Es folgten Arkham City (2011, über 6 Millionen) und Arkham Knight (2015, rund 5 Millionen). Die Serie gilt als Benchmark für Superhelden-Spiele, mit durchschnittlichen Metacritic-Werten von über 85.
Suicide Squad: Kill the Justice League erschien am 2. Februar 2024 nach mehreren Verschiebungen. Die Entwicklungskosten lagen bei geschätzten 200 Millionen US-Dollar. Die Verkaufszahlen blieben hinter den Erwartungen: Im ersten Quartal wurden laut Warner Bros. knapp 3 Millionen Einheiten abgesetzt. Der Metacritic-Score von 63 spiegelt gemischte Kritiken wider, vor allem der Live-Service-Ansatz stieß bei Fans der Arkham-Reihe auf Ablehnung.
Letos Joker-Design wurde bereits 2017 als alternativer Skin in Injustice 2 verwendet. Auch als Morbius taucht er in Spielen auf: Der Charakter ist spielbarer Teil des Marvel’s Midnight Suns Season Pass (2022) und kommt in Marvel Contest of Champions als Champion vor. Diese Spiele sind von den Vorwürfen nicht direkt betroffen, aber Letos Image könnte künftige Lizenzvereinbarungen erschweren.
## Sexuelles Fehlverhalten in der Spielebranche: Parallelen
Die Vorwürfe gegen Leto reihen sich in eine Serie von #MeToo-Fällen in der Unterhaltungsindustrie ein. Auch die Gaming-Branche hatte Skandale: 2021 verklagte der Staat Kalifornien Activision Blizzard wegen systematischer sexueller Belästigung. Der Fall führte zu Führungswechseln und branchenweiten Diskussionen über Arbeitskultur. Riot Games zahlte 2018 einen Millionenvergleich in einem ähnlichen Fall. Bei Ubisoft traten mehrere Führungskräfte nach Missbrauchsvorwürfen zurück.
Diese Fälle zeigen, dass Studios und Publisher zunehmend Druck von Investoren und Publikum ausgesetzt sind, klare Konsequenzen zu ziehen. Warner Bros. hat sich bislang nicht zu Letos Vorwürfen geäußert. Sollten sich die Anschuldigungen erhärten, könnte das Auswirkungen auf zukünftige DC-Projekte haben, inklusive Spiele, die auf Letos Darstellungen basieren.