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Mike Bithells „Vampirium: 1997“: Schlankes Design, schnelle Verben
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Mike Bithells „Vampirium: 1997“: Schlankes Design, schnelle Verben

Mike Bithell setzt in seinem neuen Spiel Vampirium: 1997 auf eine reduzierte Verb-Anzahl, die er flexibel erweitern kann, ein Plädoyer für schlankes Game-Design.

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Dennis Adam
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Verben als Kern des Spielgefühls

In den meisten 3D-Spielen sind die Aktionen begrenzt. Laufen, springen, schießen, das war es oft. Mike Bithell, Erfinder von Thomas Was Alone, denkt anders. Sein neuestes Projekt Vampirium: 1997 setzt bewusst auf wenige, aber schnell einsetzbare Verben.

Der Entwickler erklärte im Gespräch mit Rock Paper Shotgun, dass ein schlanker Verb-Satz ihm erlaubt, ohne großen Aufwand neue Aktionen hinzuzufügen. „Ich sehe darin wirklich enormes Potenzial“, so Bithell. Sein Ansatz: Weniger Funktionen bedeuten mehr Flexibilität.

„Im-slim“ statt Feature-Flut

  • Jedes Verb ist direkt und ohne Umwege nutzbar
  • Neue Aktionen lassen sich nachträglich einbauen, ohne das Grundgerüst zu sprengen
  • Die Reduktion zwingt zu kreativeren Lösungen in Level- und Gegnerdesign

Bithell nennt sein Konzept selbst „im-slim“, eine Absage an die immer weiter wachsenden Mechanik-Berge vieler AAA-Titel. Statt zehn Knöpfen mit zehn verschiedenen Effekten konzentriert sich Vampirium: 1997 auf wenige, aber tiefgehende Interaktionen.

Ein Vampir-Thriller mit reduziertem Werkzeugkasten

Das Spiel spielt im Jahr 1997 und erzählt eine düstere Vampir-Geschichte. Wie genau die Verben aussehen, verrät Bithell noch nicht. Klar ist aber: Jede Aktion muss sich schnell und intuitiv anfühlen.

  • Der Fokus liegt auf unmittelbarer Spieleraktion
  • Lange Ladezeiten für komplexe Animationen entfallen
  • Das „slim“-Design erlaubt schnellere Iteration während der Entwicklung

Bithells Ansatz erinnert an seine früheren Arbeiten, in denen er oft mit minimalistischen Mitteln maximale Wirkung erzielte.

Warum weniger manchmal mehr ist

Die Branche diskutiert seit Jahren über „bloated“ Spiele, Titel, die an ihrer eigenen Komplexität ersticken. Vampirium: 1997 zeigt einen möglichen Ausweg: Wer sich auf das Wesentliche konzentriert, gewinnt Bewegungsfreiheit, im Code und im Gameplay.

Ob der schlanke Verb-Ansatz auf die breite Masse überspringt, bleibt abzuwarten. Bithell selbst scheint überzeugt: Die Kraft eines einzigen, gut durchdachten Knopfdrucks ist nicht zu unterschätzen.

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