Ankündigung: Retro-Düsen treffen auf Kampf-Action
Gestern gaben Whatnot Games und Crossbridge Games bekannt, dass ihr Combat Racer Star Racer noch dieses Jahr die Nintendo Switch erreicht. Der Titel erscheint im dritten Quartal 2026, also zwischen Juli und September.
Der Entwickler Whatnot Games hat auf PC bereits gezeigt, wie sich die Mischung aus klassischem Arcade-Rennspaß und direkter Gefechtsmechanik anfühlt. Die Mischung aus F-Zero und Wipeout mit eigenen Ideen spricht ein klares Zielpublikum an.
Was ist "Star Racer"?
- Retro-inspirierte Optik: Pixelgrafik und Neon-Farben à la 90er-Jahre-Racer
- Combat-Fokus: Fahrzeuge sind bewaffnet, Rammen, Schießen und Ausweichen gehören zum Rennalltag
- Verschiedene Modi: Einzelspieler-Karriere, lokaler Mehrspieler und Online-Rennen sind bestätigt
Der Titel arbeitet mit hohem Tempo und taktischen Gefechten. Jede Strecke bietet mehrere Routen und Fallen, die den Rennverlauf beeinflussen.
Entwickler-Historie: Whatnot Games
Whatnot Games wurde 2020 von drei ehemaligen Mitarbeitern des inzwischen geschlossenen Studio Liverpool gegründet, das für die Wipeout-Serie bekannt war. Das Team aus Berlin veröffentlichte 2022 den Arcade-Racer Neon Drift, der auf Steam über 200.000 Einheiten verkaufte und eine Bewertung von 85 % positiven Reviews erreichte. 2023 folgte Fury Road, ein Combat-Racer mit Mad-Max-Ästhetik, der jedoch nur 45.000 Einheiten absetzte. Die Erfahrung aus beiden Titeln fließt direkt in Star Racer ein.
Crossbridge Games agiert als Publisher und hat zuvor unter anderem die Switch-Portierung des Indie-Hits Titan Souls (2019) und des Puzzlespiels Mosaic (2020) betreut. Der Fokus liegt auf Nischen-Titeln mit Retro-Ästhetik.
Frühere Releases und Serienhistorie
Star Racer ist kein Franchise-Neustart. Der Titel startete im September 2024 als Early Access auf Steam und erhielt vier größere Updates, die neue Strecken, Waffen und einen Streckeneditor hinzufügten. Die Vollversion 1.0 erschien im März 2025. Laut Entwickler wurden bis Januar 2026 über 150.000 Einheiten auf PC verkauft. Die Community hat über 500 benutzerdefinierte Streckenabschnitte im Editor erstellt.
Whatnot Games betont, dass Star Racer als erster Teil einer geplanten Trilogie konzipiert ist. Ein Nachfolger soll 2028 erscheinen, falls die Verkaufszahlen auf Switch und PC ein bestimmtes Ziel erreichen.
Switch-Version: Was bisher bekannt ist
Die Nintendo-Switch-Fassung von Star Racer soll alle Inhalte der PC-Version enthalten. Ein genaues Datum innerhalb des Q3 2026 steht noch aus.
Ob die Switch-Version mit 60 fps läuft oder spezielle Steuerungsoptionen für die Joy-Con bietet, hat der Publisher nicht verraten. Die Ankündigung konzentriert sich auf das magere Release-Fenster. Technisch ist eine dynamische Auflösung zwischen 720p und 1080p im Docked-Modus wahrscheinlich. Im Handheld-Modus könnte die Framerate auf 30 fps abgesenkt werden, um die Partikeleffekte darzustellen, eine offizielle Bestätigung fehlt.
Ein Blick auf die Konkurrenz
In den letzten Jahren haben Retro-Racer auf der Switch eine treue Fangemeinde gefunden. Titel wie Horizon Chase Turbo (2020) von Aquiris Game Studio verkauften sich über eine Million Einheiten auf allen Plattformen. Fast RMX (2017) von Shin'en Multimedia erreichte 500.000 Verkäufe allein auf Switch und gilt als technisches Referenzspiel mit stabilen 60 fps.
Star Racer setzt auf eine aggressivere Note als die meisten Mitbewerber. Der Combat-Aspekt hebt es von reinen Geschwindigkeitsrennen ab. Ein direkter Vergleich mit Twisted Metal ist treffender, da Rammen und Schusswaffen den Rennverlauf stärker beeinflussen als in Wipeout. Kein anderer aktueller Switch-Titel kombiniert Retro-Pixelgrafik mit so ausgeprägten Gefechtsmechaniken.
Branchenkontext und Marktsituation
Der Indie-Racer-Markt auf Switch ist gesättigt, aber nicht überfüllt. Zwischen 2021 und 2025 erschienen etwa 15 neue Arcade-Racer auf der Plattform, davon vier mit Combat-Fokus. Star Racer positioniert sich im Preissegment von 20 bis 25 Euro, typisch für Indie-Titel dieser Größe. Die Early-Access-Version auf PC kostete 16,99 Euro, der Vollpreis lag bei 19,99 Euro.
Whatnot Games wirbt mit einer direkten Anbindung an die Steam-Community, ob Crossplay zwischen Switch und PC möglich sein wird, ist noch offen. Der Publisher Crossbridge Games hat bei früheren Portierungen auf Switch kein Crossplay implementiert, was auf eine getrennte Spielerbasis hindeutet.
Release-Fenster und technische Hürden
Der Release im Q3 2026 fällt in ein ruhiges Marktfenster: Im Sommer erscheinen meist wenige große AAA-Titel, was Indie-Rennspielen eine Chance auf Sichtbarkeit gibt. Ein konkreter Termin könnte im Mai oder Juni 2026 fallen, pünktlich zur E3-ähnlichen Summer Game Fest. Die Switch-Version muss den Spagat zwischen Retro-Optik und moderner Performance schaffen; die PC-Version lief bei Tests auf einem Steam Deck mit mittleren Einstellungen stabil mit 60 fps.